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Perth -Broome 22. Okt. - 02. Nov.

Vorbereitung
Eigentlich war mein Plan, den Kontinent auf eigene Faust jmit dem Auto zu erkunden und entdecken. Meine Freunde haben mir aber alle davon abgeraten, da die Distanzen einfach zu weit sind, um sie alleine zu bewaeltigen. Es gibt Streckenabschnitte auf welchen man stundelang alleine faehrt und wenn man dann eine Panne haben sollte, Adeee!!! Deshalb habe ich mich nach langem Zoegern Mitte Oktober dann doch dazu entschieden, eine organisierte Tour von Perth nach Broome entlang der Westkueste Australiens zu buchen.

Tag 1 - Perth - Pinnacles Desert - Kalbarri
Mit gemischten Gefuehlen gings dann am 22. Oktober los. Kevin hat mich morgens um 7:00 an die Busstation in Perth gefahren. Dort sind wir von unserem Tourguide herzlich in Empfang genommen, welcher uns dann sogleich in den Kings Park chauffiert hat damit wir uns bei einem Kaffee alle ein wenig kennenlernen koennen. Sogleich ging die uebliche Fragerunde von Travellers los: Wie heisst du, von wo bist du, wie lange bist du unterwegs, wo warst du bereits etc. Aber der erste Eindruck war erstmal gut und ich war das erste mal erleichtert. Man weiss ja schliesslich nie, welche und ob man "Toetschlis" in der Gruppe hat, mit welchen man 10 Tage verbringen muss.
Danach ging die Fahrt ins Pinnacles Desert los und waehrend der Fahrt hatten wir alle die Gelegenheit uns besser kennenzulernen und die ersten Bande wurden geknuepft. Als wir dann am Nachmittag bei den Pinnacles angkamen und austiegen, sind wir erstmals erschrocken: Das Fliegenhauptquartier befindet sich definitv in Westaustralien. AAAh... zu tausenden sind sie uns um und in die Augen und Ohren gefloegen. Mistviecher! Mueckenspray, Antibrumm, wildes herumfuchteln mit den Armen nuetzte leider alles nichts. Aber nichtsdestotrotz sind die Pinnacles sehr eindrucksvoll und mysterious. Mir kam es vor als wuerde ich in einer Monlandschaft rumlaufen. Wirklich sehr schoen. Wie sie entstanden sind, ist bis heute ein Raetsel, es gibt einige verschieden Theorien, aber keine laesst sich zu 100% beweisen. 
Nach dieser Besichtigung sind wir nach Kalbarri gefahren um unser Nachtquartier zu beziehen. Im kleinen Hostel haben wir dann unser Dinner vorbereit, wobei wir wieder mit tausenden groesseren und kleineren fliegenden Insekten zu kaempfen hatten. Beim Essen hatten wir definitiv Gratisportionen Proteine! Mmmh.....

Tag 2 - Kalbarri - Shell Beach - Denham
Um 5:00 war Tagwache, zum Glueck hat man viele Jahre frueher den Kaffee entdeckt. Nach einem gemuetlichen Fruehstueck mit Toast und Cornflakes besuchten wir den Kalbarri Nat. Park. Die Felsformationen erinnern stark an den Grand Canyon in den USA, natuerlich ist es ein wenig kleiner. Beim Natural Window haben wir uns dann ein wenig ausgeruht und das erste Gruppenfoto ist entstanden. Juhuuu...  Danach gings weiter ans Meer, die Stromatolites besuchen. Ich habe leider bis heute noch nicht ganz begriffen was es ist. Eine Art Fossil, die das erste Leben nach dem Urknall auf unserem Planeten beschreiben soll. Interessiert? Dann schaut auf http://de.wikipedia.org/wiki/stromatolith nach..... 
Wir alle fanden das ganze nicht unglaublich spannend, deshalb war es nur ein kurzer Besuch. Umso mehr Zeit hatten wir dafuer in Shell Beach, ein superschoener Strand mit tausenden von kleine weissen Muscheln. Einfach nur wunderschoen. Dort haben wir das erste Mal unsere Fuesse gebadet (das Wasser war noch ein wenig zu kalt um ganz hereinzuliegen...) und das "Sein" genossen. Nachdem wir uns dann im kleinen Hostel (1 Toilette und 1 Dusche fuer 15 Personen) eingecheckt hatten, gings bereits weiter zu den Hot Springs. Dort haben wir uns nach einem langen anstrengenden, aber unglaublich schoenen Tag im warmen Wasser erholt, waehrend unsere Maenner der Gruppe das Barbeque vorbereitet haben. How good is life? ;-)
Erschoepft aber gluecklich fielen wir alle ziemlich schnell in einen kurzen aber tiefen Schlaf.

Tag 3 - Monkey Mia - Coral Bay
Auch heute gings wieder frueh morgens los, da die Fuetterung der Monkey Mia Dolphins auf dem Programm stand. Puenktlich um 7.00 morgens standen wir am Strand bereit um das Spektakel life mitzuerleben. Die Delphine warteten bereits in der Bucht und schwammen ganz neugierig an den vielen Zuschauern vorbei. Sehr suess, vorallem der Baby-Delphin! Aber ganz ehrlich, das hauptsaechliche Spektakel fuer mich war das Beobachten der vielen Leute. So lustig, Monkey Mia ist wahrscheinlich die Touri-Hochburg ueberhaupt in Westaustralien. Trotz vielen Touristen, inklusive wir, war es ein sehr schoenes Erlebnis, diese Delphine so nahe zu erleben.
Aufgrund seeehr grossen Hungers haben wir dann gemeinsam auf dem Barbeque-Grill am Strand ein sensationelles English Breakfast zubereitet. Yammi. Wir sind danach alle fast geplatzt und haben uns entschieden, noch nicht wieder in den Bus zu sitzen, sondern zuerst noch ein Volleyballturnier zu spielen. Wie witzig war das, wir sind ja alle keine Profis. Die groesste Herausforderung war den Ball ueberhaupt zu treffen und wenn er mal getroffen wurde, war das schon ein Riesenerfolgserlebnis. Wohin der Ball flog war dann nicht mehr so witzig. Auf jeden Fall waren wir die Unterhaltungsgruppe des ganzen Strandes. Aber wir haben uns grossartig amuesiert... hehe....!
Nach dieser Verdauungsuebung hiess es dann ab in den Bus, um die weite Strecke nach Coral Bay noch an diesem Tag bewaeltigen zu koennen. Gestoppt wurde nur fuer "natuerliche Beduerfnisse" oder um Sonnenuntergaenge zu fotografieren. Um das bestmoeglichste Foto zu schiessen, entschieden wir uns kurzerhand, auf den niegelnagelneuen Bus zu klettern. Das dies unserem Tourguide einen kurzen Herzstillstand beschert hat sei hier nur am Rande erwaehnt. Sein Kommentar: Don't put these pictures on facebook, PLEASE!!!!
In Coral Bay angekommen haben wir den Abend an der hauseigenen Bar des Hostels ausklingen lassen.

Tag 4 - Coral Bay - Exmouth
Einmal mehr war die Nacht sehr kurz, diesmal aber aus erkaeltungstechnischen Gruenden. Ich hatte mir eine boese Erkaeltung eingefangen und konnte wegen nichtendenwollenden Hustenanfaellen praktisch nicht schlafen. Aber mein Motto lautete wie immer: "Augen zu und durch", besser gehts mir auch mit jammern nicht! Das Programm des Tages konnten wir plus minus selbst gestalten. Wir konnten zwischen Snorkeling Tours, baden, Quad Riding etc. selbst waehlen, und wenn ihr mich kennt, wisst ihr bereits fuer was ich mich entschieden habe. Natuerlich fuers Quadbike riding. Yippieh... Zu sechst fuhren wir 2h lang durch Sandduenen am Meer entlang, haben viel Staub geschluckt, Kangaroos und Adler gesehen und konnten in einer Pause schorcheln gehen. Da ich wie erwaehnt sehr erkaeltet war, war das nicht meine beste Idee des Tages. Kaum hatte ich den Schnorkel an, kriegte ich einen Hustenanfall und bin wirklich fast abgesoffen, es tut mir leid, aber ich kann es nicht in anderen Worten beschreiben. Durch die starke Stroemung habe ich mich dann zurueck an den Strand gekaempft und das Thema Schnorkeln fuer den Moment abgehakt. Aber lustig war es auf jeden Fall, trotz Sonnenbrand und Staublunge danach. Zurueck im Backpackers haben wir Quad-Profis uns es gutgehenlassen mit Pool spielen und gemuetliches Beisammensein. 
Als dann die anderen von ihren Schnorcheltours zurueckkehrten, packten wir unsere Sachen und fuhren nach Exmouth auf einen superschoenen und grossen Campground, wo wir dann die naechsten 2 Naechte verbringen sollten. Auf der Busfahrt dorthin lernten wir dann auch noch die deutsche, japanische, taiwanesiche, kanadische, hollaendische und englische Nationalhymne kennen. Uns war so langweilig, dass uns nichts besseres einfiel als unsere Landeshymnen zu singen. "Tritts im Morgenrot daher, seh ich dich im Strahlenmeer...lalala". Den weiteren Text kenne ich nicht, aber dafuer habe ich meinen Einsatz mit der Lautstaerke meiner Stimme aufgewertet. Die anderen waren begeistert ;-)
In Exmouth genossen wir unser Dinner: Fish & Chips und Pizza, nicht selbst gekocht, dafuer selbst gekauft!

Tag 5 - Exmouth - Turquoise Bay
Ein voller Tag Relaxing wartete auf uns nach den "Strapazen" der vergangen 4 Tage. Wir genossen die schoene Beach, das Schnorcheln und das Nichtszun. Wir konnten uns psychisch auf die kommenden 5 Tage im Busch vorbereiten, oder wir versuchten es zumindest, da niemand so recht wusste, was uns erwarten wird.  Abendessen gab es im Campground, selbstgemachte Burritos.. Einfach und sehr lecker. Danach gingen wir an den Strand und kurzerhand wurde aus einem gemuetlichen Abend eine wilde Strandparty... Dementsprechend hatten wir am naechsten Morgen alle unsere Muehe, das Bett zu verlassen.

Tag 6 - Exmouth - Karijini Nat. Park
Wir waren alle sehr gluecklich darueber, dass keine grossen Aktivitaeten geplant waren, den Tag wuerden wir hauptsaechlich im Bus verbringen, bevor wir dann abends in unserem Campground fuer die naechsten 3 Naechte ankommen wuerden. Die Nacht zuvor hatte Spuren hinterlassen...
Kurz vor Sonnenuntergang, nachdem wir in Tom Price unsere Vorraete fuer die naechsten 4 Tage aufgestockt hatten, erreichten wir unser Camp in Karijini Nat. Park.
Ein wenig aufgeregt und skeptisch waren wir ja schon, als uns unser Tourguide erklaert hatte, dass wir draussen auf dem Boden uebernachten werden. Natuerlich wuerden uns Swags (eine Art grosser Schlafsack mit Matraze) zu Verfuegung stehen. Auch hat er uns ueber die verschiedenen Tierarten, Insekten und Reptilien der Region aufgeklaert und wie wir uns zu verhalten haetten, wenn wir sie antreffen sollten. Beruhigt hatten uns dann seine Worte : "I have rarely ever seen snakes here". Gut, wenigsten das, dachte ich mir. Ich weiss ja dass es Schlangen hier gibt, aber sehen muss ich sie wirklich nicht unbedingt.
Aber mein Schicksal hat wiedermal etwas anderes fuer mich vorgesehen. Natuerlich musste ich die Person sein, die beinahe auf eine Schlange gestanden waere. Auf dem Weg zu meinem selbstausgesuchten Schlafplatz wollte ich ueber ein kleines Gestruepp huepfen, als ich einen grauen Kopf herauslugen sah. Zuerst dachte ich, es sei ein Lizard, aber nein, soviel Glueck konnte ich natuerlich nicht haben. Es war eine Schlange!!! Ich ruf unseren Tourguide und wir alle machten einen Schritt rueckwaerts, als er sie sich genauer ansehen wollte. Zuerst sagte er: "Oh, this is just a small one", 10 Sekunden spaeter aber: "Oh shit... ". Wie sich herausstellte, war es eine grosse ausgewachsene Schlange, die 4giftigste von ganz Australien. Ein Biss von dieser und man hat noch ca. 1 1/2 Stunden Zeit um das Gegenmittel zu spritzen. Wenn dies nicht klappt, adeeeeee schoene Welt!
Sie hat sich dann aber, zum Glueck fuer uns, relativ schnell davon geschlaengelt und uns in Ruhe gelassen. Uff.... aber was ich wirklich nicht verstehe, weshalb liegt es immer an mir, diese Viecher zu entdecken? Ich moechte das wirklich nicht!!!
Geschlafen habe ich diese Nacht ca. 3h, da ich immer wieder durch verschiedene unbekannte Geraeusche aufgewacht bin. Auch habe ich mir vorgestellt, dass diese Schlange doch zurueck in ihr Zuhause moechte, aus welchem wir sie verscheucht hatten....  Um 5Uhr morgens ging dann die Sonne auf, es wurde innert kurzer Zeit heiss und die Fliegen waren auch wieder zur Stelle, d.h Auf Wiedersehen Schlaf und guten Morgen Karijini.

Tag 7 & 8 - Karijini Nat. Park
Die naechsten beiden Tage im National Park waren unbeschreiblich schoen, wenn auch sehr anstregend. Wir machten Wanderungen in verchiedene Schluchten, sprangen von Wasserfaellen, schwommen in natuerlichen Pools und genossen einfach die Ruhe in einer wunderschoenen Umgebung. Zum Teil waren die Wanderungen eine ziemliche Herausforderungen, da wir ueber und entlang schlipfrigen Felsen klettern mussten. Blaue Flecken, Schuerfungen, Muskelkater und Mozzibites waren das Resulat nach 2 Tagen. Nichtsdestotrotz konnten wir unsere Begeisterung nicht verbergen, wir als Gruppe hatten sehr viel Spass zusammen und es war ein einmaliges Erlebnis. Die Bilder sprechen fuer sich selbst.

Tag 9 - Karijini Nat. Park - Pardoo Cattle Station
Den letzten Tag verbrachten wir wieder groesstenteils im Bus und langsam machte sich eine bedrueckende Abschiedsstimmung breit. Wir hatten eine superschoene Zeit als Gruppe erlebt, viele interessante Dinge gesehen und Freundschaften sind entstanden.
Eine Cattle Station war unser letztes Nachtlager und wir beschlossen, den letzten Abend so richtig zu feiern, mit Lagerfeuer und Barbeque und Bier.
Auch habe ich das typische Campingdessert "Schoggibanane" international gemacht. Ich konnte es nicht glauben, dass nicht mal unsere deutschen Nachbarn dies kennen. Der Erfolg blieb nicht aus, alle waren begeistert. Jeee....

Tag 10 - Pardoo Cattle Station - Broome
Um 4:00 Uhr hiess es raus aus den Swags und ab in den Bus, eine letzte lange Busfahrt nach Broome stand uns bevor. Allerdings wollten wir unser letztes Fruehstueck an der 80-Mile-Beach einnehmen. Sonnenaufgang und eine wunderschoener langer Sandstrand, was will man mehr als Abschluss einer wirklichen gelungen Tour?
Auf dem Weg nach Broome wurden letzte Adressen und Emails ausgetauscht, Wiedersehensversprechungen wurden gemacht und wir hatten alle nochmals viel Spass zusammen. In Broome angekommen, lud uns unser Tourguide bei den verschiedenen Backpackers aus, den Nachmittag stand zur freien Verfuegung. Den verbrachten wir alle mit ausgiebigen Duschen, Waschen und relaxen. Es ist unglaublich, wie viel Dreck sich innerhalb von 5 Tagen am Koerper und an den Kleidern und Taschen ansammeln kann. hehe... Nachdem wir alle wieder sauber und herausgeputzt waren, haben wir uns zu einer Halloween-Party getroffen, was gleichzeitig auch der endgueltige Abschied der Tour war. Einige gingen am naechsten Morgen frueh bereits weiter nach Darwin oder sonstwohin. Ein letzter Abend ging viel zu schnell vorbei, was bleibt ist eine unvergessliche Erinnerung an verschieden Orte und verschiedene Leute.

Tag 11 - Broome
Den Morgen verbrachte ich am schoenen Pool unseres Backpackers "Beaches of Broome" zusammen mit 3 Jungs aus der Tour. Wir waren die einzigen, die noch laenger in Broome bleiben wuerden. Nach einem entspannenden Morgen (welchen wir wirklich sehr genossen, nach den letzten 10 Tagen), besuchten wir die Crocodile Farm. Eine Fuehrung inkl. Fuetterung brachte uns die Spezies der australischen Salzwasserkrokodile ein wenig naeher. Und wir sind uns alle einig: denen moechten wir nicht in freier Wildnis begegnen. Sie sind riesig und einfach unberechenbar, aber gleichzeitig auch sehr interessant.
Rausgeputzt und frisch geduscht sind wir danach in das lokale Pub fuer das Nachtessen, Premier League und gemuetliches Beisammensein. Spaet wurde es jedoch nicht, da wir am naechsten Morgen einmal mehr frueh raus mussten.

Tag 12 - Broome
Die Jungs nahmen mich auf eine Fishingtour mit: "Was habe ich mir nun jetzt schon wieder eingebrockt?" fragte ich mich, als ich auf das Boot ging. Und noch besser wurde es als ich die Angel das erste Mal in der Hand hielt, ich hatte keine Ahnung wie ich nun vorgehen sollte/musste. Vom Skipper wurde ich dan angewiesen, die Schnur (oder wie auch immer man das nennt) herunterzulassen und zu warten bis ein Fischlein anbeisst. Sooo langweilig dachte ich mir, doch im selben Moment hat es gezupft an meiner Leine und ich war hellwach. Was nun??? Ich habe wie verrueckt die Leine herausgeholt, doch von einem Fisch war weit und breit keine Spur, dieses clevere Kerlchen hat sich nur den Koeder unter den Nagel gerissen und sich dann sogleich wieder verduennisiert. Waehrend die anderen munter einen Fisch nach dem anderen rausholten, habe ich das Spiel mit den Fischen (oder eher sie mit mir) weitergespielt.  Doch ploetzlich zupfte es ein wenig staerker als gewohnt und ich versuchte wie eine wahnsinnige, die Leine reinzuholen. Die Angelrute bog sich immer mehr und mehr und ich konnte ploetzlich nicht mehr am Rad drehen. Etwas sehr grosses oder jedenfalls sehr starkes muss an meinem Koeder haengen. Unser Tourguide hatte nichts besseres zun, als mich mit meiner Kamera zu filmen, anstatt mir zu helfen, die Rute festzuhalten. Mittlerweile war ich naemlich nur noch damit beschaeftigt, sie festzuhalten und zu schauen, dass ich nicht ins Wasser gezogen werde. Mit Hilfe von 2 anderen konnten wir das Riesenvieh bis an die Oberflaeche ziehen, als dann aber die Leine riss und es im Ozean verschwinden konnte. Es war ein Riesenhai....toll, kleine Fische kann ich nicht fischen, es muss ja gleich ein Hai sein. Ich bin aber froh, hat er die Leine zerrissen, denn ich wollte ihm nicht unbedingt in die Augen schauen.
Den Rest des Nachmittags haben wir noch weitergefischt und ich habe tatsaechlich auch noch 3 Fischleins rausgeholt. Ich konnte es aber nicht uebers Herz bringen, sie zu behalten und deshalb habe ich sie kurzerhand wieder in die Freiheit entlassen.
Ein sehr toller Tag mit einem herrlichen Fisch als Nachtessen ging dann zu Ende und ich kann allen empfehlen, einmal fischen zu gehen. Es macht wirklich sehr viel Spass.
Geschlafen haben wir die letzte Nacht auch nicht viel, da wir uns mit viel viel Kaffee wachbehalten hatten um den Sieg von Lewis Hamilton in der Formula 1 miterleben zu koennen. Das Rennen begann um 02:00 morgens und endete um ca. 04:00 mit dem fantastischen Sieg. Gelohnt hatte es sich auf jeden Fall, auf das Bett freuten wir uns aber alle trotzdem.

Fazit:
Trotz meinen schlimmsten Befuerchtungen bei Beginn der Tour bin ich hellauf begeisteret und wuerde es allen weiterempfehlen. Ich habe so viel gesehen, erlebt, neue Leute kennengelernt und einfach eine wundervolle und unvergessliche Zeit erlebt.  Es war einfach fantastisch.
Mehr Informationen ueber die verschiedenen Tours in Westaustralien findet ihr auf www.westernxposure.com.au



11 Northend Close und Umgebung

Nach fast dreieinhalb Monaten Asien, freute ich mich auf meinen Besuch in Australien. Nach einen angenehmen Flug mit Qantas bin ich am 01. Oktober in Perth angekommen. Die Ueberraschung folgte gleich, es regnete in Stroemen und es war a...kalt. Der Mythos, dass es in Australien immer warm ist, stimmt also definitiv nicht. Aber wenigstens hatte ich eine Ausrede, als ich Kleider shoppen ging. Hehe....

Egal, ich habe mich auf das Wiedersehen mit Kevin gefreut und wurde auch sogleich von seinen Freunden sehr herzlich aufgenommen. Zu seinen Mitbewohnern gehoeren unteranderem auch 2 Hunde, d'Denali und de Zeus. Ich gebe zu, im ersten Moment war ich nicht gerade begeistert, da beide ziemlich gross und stuermisch sind. Aber in der Zwischenzeit haben wir uns nicht nur aneinander gewoehnt, nein, ich habe die beiden "Toetschlis" schon ins Herz geschlossen.

Da ich vor zwei Jahren Perth bereits schon einmal besucht habe, verbringe ich den Grossteil meiner Zeit mit geniessen, schlafen, lesen, essen, ausgehen etc. Wirklich viel habe ich noch nicht unternommen. Aber nach Asien und nonstop herumreisen geniesse ich das Nichtzun sehr, auch ist es schoen, mal fuer laengere Zeit ein Zuhause zu haben und auspacken zu koennen. 

Aber ich hatte das erste Mal einen schlimmen Tiefpunkt, seit ich unterwegs bin. Alle meine Musik von meinem Ipod ist verschwunden, respektiv wurde geloescht, da PC und Mac nicht miteinander kommunzieren koennen. Ich dachte ich kriege eine Krise,  deshalb bin ich von Fachgeschaeft zu Apple Helpline gerannt, leider konnte mir niemand helfen. Music was gone! Die einzige Antwort, welche ich erhalten habe war: "Steck doch einfach den Ipod an deinen Computer ein und lade die Musik nochmals neu drauf. "Haha... Scherz komm raus!!!!! Wuerde ich ja gerne, nur bin ich hier in Autralien und mein PC sitzt zuhause in Freienstein. Denken die, ich bin bloed???? Janu...ich muss mich nun damit abfinden, mit der Musik von Kevin auf meinem Ipod herumlaufen zu muessen, bis mir Mami und Rene meine externe Festplatte von zuhause mitbringen. Kreisch... 

Der 12. Oktober war jedoch ein wichtiger Tag im gesellschaftlichen Kalender der Westaustralier. "Spring in the Valley" Weekend, das Willkommenheissen des Fruehlings in West Australien. Das heisst, alle Weingueter der Region habe so etwas wie "Tag der offenen Tuer" mit Musik, Essen und natuerlich viel Trinken. Es werden Busse gemietet und damit wird man von Winery zu Winery zu Winery gefahren, den ganzen Tag lang.

Und ich durfte dabei sein, jeee! Shendelle, die Freundin von Kevin, hat mich in Schlepptau genommen und mich in diese Tradition eingefuehrt. Angefangen hat es um 09.00 Uhr morgens mit Champagner und Hot Dogs im Haus einer Freundin von Shendelle mit ca. 40 anderen Leuten. Danach sind wir bereits vom Bus in die erste Winery gefahren und um 11Uhr bereits den ersten Wein gekostet. Paradiesische Zustaende fuer mich ... hehe... Danach gings in ein groesseres Weingut, dort herrschte bereits Festival-Stimmung, wie wir es von den OpenAirs kennen. Eine sensationelle Band spielte nonstop Evergreens und es hat unglaublich viel Spass gemacht, deshalb sind wir von dort auch nicht weiter, sondern haben den Nachmittag mit singen, tanzen, sonnenbaden, trinken, trinken, trinken und geniessen verbracht. Da die Polizei bereits um 4Uhr nachmittags alles dichtgemacht hat (angeblich wegen zu hohem Alkoholkonsum diverser Gaeste...mmh... weshalb wohl???) , haben wir den Tag in einem nahe gelegenen Pub ausklingen lassen. Es hat unglaublich viel Spass gemacht.... trotz unglaublich boesem Hangover am naechsten Tag. Wir muessen so etwas wie "Spring in the Valley" in der Schweiz auch erfinden. 

Nun bin ich meine naechsten Ausfluege und kleineren Trips in Australien und allenfalls Bali am planen, da ich nebst der Region Perth ja doch noch ein paar andere Dinge in Australien sehen moechte.